Wunder

Nicht müde werden

sondern dem Wunder

leise wie einem Vogel

die Hand hinhalten

Hilde Domin

Einen ruhigen Start in dieses neue Jahr wünsch ich dir von Herzen. Die Zeit zwischen den Jahren, bietet sich an, still zu werden, nach innen zu lauschen.

Und wer weiß, was dann geschieht.

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.

Dies ist ein Zitat eines berühmten Menschen. Und er hat recht. Und Hilde Domin auch.

Foto: Dr. Axel Sutter

Am Strand von Kos

Bäume sind Heiligtümer

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiss, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.

Ein Baum spricht: In mir ist ein Kern, ein Funke, ein Gedanke verborgen, ich bin Leben vom ewigen Leben. Einmalig ist der Versuch und Wurf, den die ewige Mutter mit mir gewagt hat. Einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut; einmalig das kleinste Blätterspiel meines Wipfels und die kleinste Narbe meiner Rinde. Mein Amt ist, im ausgeprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen.

Ein Baum spricht: Meine Kraft ist das Vertrauen. Ich weiss nichts von den tausend Kindern, die in jedem Jahr aus mir entstehen. Ich lebe das Geheimnis meines Samens zu Ende, nichts anderes ist meine Sorge. Ich vertraue, dass Gott in mir ist. Ich vertraue, dass meine Aufgabe heilig ist. Aus diesem Vertrauen lebe ich.

Herrmann Hesse

Gesammelte Dichtungen Suhrkamp Verlag Frankfurt

Foto: Axel Sutter Januar 2025 Kraichgau

Viel Freude mit diesem Geschenk 😊
Axel Sutter
Bretagne September 2024

Klarheit

Die Nebel schwinden

Sonnenstrahlen brechen durch

Dort der Berg – Klarheit

Foto: Axel Sutter Januar 2025 Studen SZ

Diese Stimmung in der Schweizer Winterlandschaft inspiriert zu einem Haiku 😊💡

13 Silben 5-7-5

Weniger ist einfach so oft mehr.

Kannst du die Stimmung spüren? Willst du deine Gedanken, deine Inspiration dein Haiku hier teilen?

Das Märchen vom Goldfisch und der Libelle

Dimensionswechsel

Metamorphose

Als 5 Minuten Hörbuch ganz unten

Es war einmal eine schwarze Libellenlarve. Die lebte im Teich und räuberte sich durch ihre Tage. 

Und so fraß sie eben auch die Eier der Goldfische.

Eines Tages begegnete sie dem großen alten Goldfisch.

„Warum frisst du die Zukunft meiner Familie?“ wollte er von ihr wissen.

Das ist unser Programm, Das müssen wir so tun. 

Und ihr glaubt, ihr habt keine Wahl? 

Das ist unsere Bestimmung. Wir müssen das tun.

Und dann schaute der Goldfisch ihr tief in die Augen und sprach: 

„Du hast immer eine Wahl. Hast du schon einmal nach oben geschaut, über die große Grenze hinweg? Wenn du genau hinsiehst, siehst du dort auf der Tanne sogar den Reiher.

Er lebt in einer anderen Dimension. Doch ab und zu badet er seine Füße in unserem Teich. Und ich habe schon gesehen, wie er einen von uns in seinem langen Schnabel in die andere Welt mitgenommen hat.“

„So ein Quatsch. Es gibt nur dieses unseres Zuhause. Komm mir nicht mit anderen Dimensionen oder so.“

Und dann, Tage später. Das Gespräch mit dem Goldfisch war schon fast vergessen, geschah etwas Merkwürdiges mit ihr. 

Es wuchsen ihr dünne lange Beine 

Und dann war er da, der Moment 

Mit den Beinen krabbelte sie den Halm nach oben. 

Und der Schleier hob sich. Jetzt konnte sie tatsächlich durch die Wassergrenze sehen. Sie sah sogar den Reiher, von dem der alte Goldfisch sprach. Und grüne Pflanzen am Rand des Teichs.

Hatte er doch recht, der große alte Goldfisch?

Und dann war es tatsächlich soweit. Sie  durchstieß die Grenze ihrer bisherigen Dimension.

Durch die Wasseroberfläche krabbelte sie weiter nach oben, und …

atmete Luft. So etwas hatte sie nie für möglich gehalten. 

Bisher hatte sie ja nur im Wasser gelebt. So wie der Goldfisch.

Und jetzt sah sie unter der Wasseroberfläche den Goldfisch lächeln und es schien ihr fast, als würde er ihr wehmütig zublubbern.

Und jetzt ging sie weiter, die Verwandlung. Sie warf ihre schwarze Hülle ab, ließ sie am Halm zurück. Und wurde zu etwas Wunderschönem, ja teilweise sogar Transparentem.

Es waren ihr vier Flügel gewachsen. Diese pumpte sie auf und sie entfalteten sich.

Sie nahm sich Zeit und trocknete ihre wunderbaren, zarten Flügel in der Sonne. 

Federleicht breitete sie nun ihre Flügel aus und als ein Windhauch sie berührte, getraute sie sich erstmals zu fliegen.

Sie machte sich mutig auf, die neue Dimension zu erkunden und flog über ihr altes Zuhause, den Gartenteich.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

15. August 2024 – angeregt durch eine wahre Begebenheit im Südschwarzwald am 8. Mai 2016

Viel Freude mit dem „Märchen“

Axel Sutter

https://www.axel-sutter.de

Und hier das Hörbuch zum Märchen – gesprochen vom Autor

JETZT – Sommermorgen

Reflektionen am See

Es ist 5:00 Uhr morgens, der See liegt glatt, es weht kein Lüftchen.

    Die Vögel sind schon eine Viertelstunde wach und begrüßen mit ihrem Gesang den Tag.

    Die Stechschnaken genießen die Windstille und glauben, Axel auf der Bank am Ufer sei ihr heutiges Frühstück.

    Es ist eine sehr interessante
    Sommer Woche.

    Ich bin da.

    Und ich schaue zurück auf das, was war in diesem Leben.

    Und ich spüre hinein, was sich da noch alles entfalten möchte in diesem Leben.

    Beim Zurückblicken erkenne ich, dass alles gut war, wie es war.

    Beim Vorwärtsspüren erkenne ich, dass alles gut sein wird, wie es sein wird.

    Beim Sitzen hier am Ufer des Sees, weiß ich:

    Es ist Jetzt, gerade Jetzt und in diesem Jetzt ist Alles.

    Ein neuer Tag –
    Ein guter Tag.

    Intensive Freude

    Denn sieh, was geschieht.
    Plötzlich ist innere Stille da.
    Und inmitten dieser Stille
    ist eine subtile, doch intensive Freude,
    ist Liebe, ist Frieden.

    Eckhart Tolle

    Foto: Axel Sutter – September 2023 – am Riedsee

    Wie findest du in die innere Stille? Geht es dir auch so? Mir fällt es am leichtesten in der Natur, die innere Stille zu finden. Auf deinen Kommentar freue ich mich 😊

    Weltfrieden

    «Das Männliche liebt das Weibliche.
    Yin umarmt Yang
    und zehntausend Dinge
    leben in Harmonie
    durch die Verbindung dieser Kräfte»
    (Laotse)

    So entsteht Weltfrieden

    Foto: Axel Sutter Juli 2023 – Kathedrale von Chartres mit Mondturm (weiblich) und Sonnenturm (männlich) bei Halbmond

    Der Himmel auf Erden

    Der Himmel auf Erden ist überall, 
    wo ein Mensch von Liebe zu Gott, 
    zu seinen Mitmenschen und 
    zu sich selbst erfüllt ist.

    Hildegard von Bingen

    Bekommst du auch Gänsehaut beim lesen dieser Worte? Ist es wirklich so einfach?

    Foto: Axel Sutter